OPTIMISE

Optische Transceiver-Module mit in-situ einstellbaren spektralen Eigenschaften für optische Zugangsnetze

OPTIMISEIm Projekt OPTIMISE wird eine Technologie entwickelt, mit der eine sich abzeichnende Lücke in zukünftigen Massenmärkten im Bereich der Faser-basierten Breitband-Zugänge geschlossen werden soll. Es handelt sich um die Bereitstellung kostengünstiger Lichtquellen für Wellenlängen-Multiplex (WDM) -basierte Zugangsnetze. Um zahlreiche optische Kanäle mit jeweils unterschiedlicher Wellenlänge kosteneffizient realisieren zu können, werden optische Sender mit einfach einstellbarer Wellenlänge benötigt. Ein einziger Lasertyp sollte darüber hinaus für alle Kanäle einsetzbar sein.

Im vorliegenden Projekt wird dazu ein neuartiger Ansatz verfolgt, bei der Halbleiter-Lichtquellen mit einer Emission in einem breiten vordefinierten Wellenlängenband hergestellt werden. Deren Emissionswellenlänge ist durch eine Gitterstruktur (Bragg-Gitter) vorgegeben, die in einer Hybridpolymer-Matrix eingebettet ist. Der genaue Wert der Emissionswellenlänge des Lasers wird aber erst später, nämlich beim Anschluss ans Netz, über die nachträgliche optisch induzierte Änderung der Brechzahl des verwendeten anorganisch-organischen Hybridpolymers exakt eingestellt.

Dabei soll es sich um eine dauerhafte Änderung des Brechungsindex handeln, so dass auf diese Weise eine Lichtquelle für nur einen WDM-Kanal entsteht. Sie kann nach dieser Behandlung nicht mehr auf einen anderen Kanal abgestimmt werden. Andererseits können aber mit einem einzigen Modultyp Lichtquellen für mehrere WDM-Kanäle in einem weiten Wellenlängenbereich bereitgestellt werden.

Die WDM-Quellen sollen für den Einsatz in PONs geeignet sein, speziell fur die Übertragung in Upstream-Richtung vom Teilnehmer zum Verteilknoten, was üblicherweise im 1300nm-Bereich geschieht. Die Einstellbarkeit der Wellenlänge soll über einen Bereich von typischerweise 20nm gewährleistet sein. Bitrate (B) und optische Ausgangsleistung (Popt) sowie Modul-Formfaktoren sollen kompatibel sein mit den Anforderungen gängiger sowie sich abzeichnender Übertragungssysteme für optische Zugangsnetze (GPON, EPON/Ethernet, Next Generation PON), wobei B ≥ 1Gbit/s, Popt > 1mW und ein Formfaktor ahnlich zu SFP angestrebt werden.

Ansprechpartner

Dr. Thomas Pfeiffer
Alcatel-Lucent Deutschland AG
Lorenzstr. 10
70435 Stuttgart
e-mail: thomas.pfeiffer@alcatel-lucent.de
Tel.: (0711) 821-32260
Fax: (0711) 821-32185

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